„Brot und Spiele“ – mehr braucht Herrschaft in turbulenten Zeiten nicht.
Solange die Massen beschäftigt, bespaßt und emotional gebunden sind, stellen sie die eigentlichen Machtverhältnisse nicht in Frage.
Heute sind es keine Gladiatoren mehr, sondern Großereignisse, Dauerunterhaltung, Nationalgefühle und mediale Dauerberieselung.
Während unten mitgefiebert, mitgelitten und mitgefeiert wird, läuft oben das übliche Geschäft weiter:
Umverteilung, Kontrolle, Propaganda und Machtausbau.
Heikle Gesetze werden in genau solchen Phasen schnell und heimlich durchgewunken, bei denen es ohne die Reizüberflutung sonst Aufschrei und Empörung gäbe.
Brot und Spiele sind kein harmloser Zeitvertreib. Sie sind ein politisches Betäubungsmittel.
Wer dauerhaft abgelenkt ist, organisiert keinen Widerstand.
Wer permanent beschäftigt ist, denkt nicht über Ursachen nach.
Die Arena hat sich verändert. Das Prinzip ist gleich geblieben.











