A ist der Anarchist
B ist der Etatist
A: Die Regierung beraubt die Bevölkerung, wo sie nur kann.
B: Stimmt. Und es wird immer schlimmer.
A: Politik und Medien lügen und verfolgen ihre eigenen Interessen.
B: Sag ich auch immer. Die gehören zur Rechenschaft gezogen!
A: Der Staat verschwendet unser Geld und verteilt es in alle Welt, statt sich um die eigene Bevölkerung zu kümmern.
B: Genau! Wofür zahlen wir eigentlich Steuern?
A: Konzerne und Politik stecken unter einer Decke – Korporatismus, Vetternwirtschaft, Ausbeutung.
B: Absolut. Das ist doch kriminell. Wofür gibt’s eigentlich ein Kartellamt?
A: Der Staat schränkt immer mehr Freiheiten ein und führt Krieg gegen unsere Rechte.
B: Ja, wenn das so weitergeht, haben wir bald gar keine mehr!
A: Zentralbanken drucken endlos Geld, entwerten Ersparnisse und ruinieren Kaufkraft.
B: Mir kommt auch alles immer teurer vor. Damit muss Schluss sein!
A: Staatliche Dienste sind ineffizient. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur – nichts funktioniert richtig.
B: Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll…
A: Staatliche Monopole und Verbote schaffen erst Schwarzmärkte, organisierte Kriminalität und Elend in anderen Ländern.
B: Stimmt. Clans, Drogendealer im Park, Hunger in der Dritten Welt – das ist doch Wahnsinn!
A: Der militärisch-industrielle Komplex sucht ständig neue Gründe für Kriege. Menschen sterben für Profit.
B: Ja. Ich war sogar schon auf Demos dagegen.
A: Der Staat ist verschwenderisch, korrupt, ineffizient, gewalttätig, kriminell – und gehört abgeschafft.
B: Bist du verrückt?! Dann bricht doch das Chaos aus! Kriminelle Banden übernehmen alles! Wer schützt uns dann? Wer kümmert sich um die Armen? Wer baut die Straßen?!
A: Moment.
Du hast gerade selbst gesagt, dass der Staat
– uns beraubt,
– uns belügt,
– korrupt ist,
– mit Konzernen paktiert,
– Kriege führt,
– unser Geld zerstört,
– ineffizient arbeitet,
– Freiheit abbaut
– und Probleme produziert, die er angeblich „bekämpft“.
Und trotzdem glaubst du, ohne ihn käme das Chaos?
B: …
A: Vielleicht ist das eigentliche Chaos nicht das Fehlen des Staates. Vielleicht ist es genau das, was du gerade beschrieben hast. Nur hast du gelernt, es „Ordnung“ zu nennen.











